Kommentare: 5
  • #5

    Familie Cofala (Donnerstag, 20 Dezember 2018 08:31)

    Aus leider sehr traurigem Anlass, wurde ich mit dem Thema Kindertrauerbegleitung konfrontiert. Der Tod meines Papas und damit des Opas meiner 3 Kinder traf uns alle zwar nicht unvorbereitet, aber durch seine Schnelligkeit dann doch so heftig, dass unser Familienleben völlig aus der Bahn geriet. Mein Papa hat sich mit vorschreitender Krankheit und damit verbundener Pflegebedürftigkeit leider gewünscht, die Kinder nicht mehr zu sehen, um ihnen einen Anblick voller Leid zu ersparen. Daher haben wir leider den Zeitpunkt verpasst, dass die Kinder sich persönlich verabschieden konnten.
    Die eigentliche Nachricht des Todes wurde sehr unterschiedlich aufgenommen. Die 2-jährige hat das kommentarlos hingenommen. Die 4-jährige wollte nur wissen, ob Opa schon in den Himmel geflogen ist.
    Der 7-jährige reagierte dagegen mit einer Mischung aus Wut, Trauer und Verzweiflung. Für ihn war aber sofort klar, er wollte auf gar keinen Fall zur Beerdigung. Für meinem Mann und mich stand eigentlich fest, wir würden seinem Wunsch entsprechen und dann aber auch am besten keines der Kinder mit zur Beerdigung nehmen.
    Wir hatten schon vorher Kontakt zu Martina aufgenommen, aber aufgrund des dann letztendlich schnellen Todes kam ein Treffen erst direkt danach zustande.
    Es entstand sofort ein sehr netter Kontakt und wir Eltern haben viel über die Art der Kinder zu trauern gelernt. Da wir uns selber ehrlich gesagt in einem Zustand von Hilflosigkeit und teils auch Überforderung befanden, war es einfach nur toll, Rat im Umgang mit den Emotionen und vor allem der Fragen der Kinder zu erhalten. Uns wurde klar, wie wichtig es für die Kinder ist, mit zur Beerdigung zu gehen und auch aktiv an dieser teilhaben zu können. Bereits am Ende unseres ersten Treffens hatte der Große dank seiner Gespräche mit Martina seine Furcht vor der Beerdigung etwas abgelegt und wollte sich den Friedhof am nächsten Tag zumindest mal ansehen.
    So machte ich am nächsten Tag einen Ausflug mit den Kindern und konnte damit selber einen Teil meiner Befangenheit verlieren. Mit Kinderaugen gesehen, war das nämlich ein ganz toller Ort. Es gab tolle Blätter und Steine zum Sammeln, einen Brunnen zum Plantschen (wie in Opas Garten) und den Apfelbaum über Opas Grab.
    Am Nachmittag stand das nächste Treffen an. Die Kinder haben sich ganz doll darauf gefreut und von ihren Erfahrungen berichtet. Für den Großen war jetzt schon klar, dass er doch mit zur Beerdigung wollte.
    Allerdings mussten die Kinder nun noch über die Thematik der Urnenbeisetzung aufgeklärt werden. Ich bin sehr froh, dass Martina das für uns übernommen hat. Da hätte ich wohl nie die richtigen Worte für gefunden. Trotz eines kurzen Schreckmoments, als dem Großen klar wurde, dass Opa verbrannt wird, wollte er weiter mitkommen. Ich habe anschließend noch mehrmals ein Buch mit ihm zu diesem Thema gelesen.
    Wir haben die nächsten 2 Tage bis zur Beerdigung dann damit verbracht, kleine Abschiedsgeschenke und -briefe zu basteln bzw. zu schreiben. Die Kreativität der Kinder schien kein Ende zu finden. Auch die Schleifen für den Urnenkranz haben sie selbst bemalt.
    Am Morgen der Beerdigung war bei den Kindern tatsächlich eine Form von Vorfreude entstanden.
    Die Beerdigung fand auf Wunsch meines Papas nur im Kreis der Familie statt und war für uns alle ein hochemotionales Erlebnis. Die Kinder durften ihre Geschenke noch mit zur Urne legen, was besonders für unseren Sohn ein ganz wichtiges Erlebnis war. Sie haben Blüttenblätter mit ins Grab gelegt und gebastelte Traumfänger für Opa aufgehangen. Es wurde viel geweint, aber auch ein wenig gelacht.
    Wir haben unseren Kindern ganz klar gesagt, dass jegliche Form von Emotion in Ordnung ist.
    Ich möchte hiermit ein ganz großes Dankeschön an Martina aussprechen! Dank Ihrer Hilfe ist der Friedhof und das Grab meines Papas nun ein absolut positiver Ort für meine Kinder geworden. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Kinder nicht etwas entdecken oder basteln, was sie Opa bringen wollen. Wir sind gerne dort und erleben als Familie sehr innige Momente.
    Die Trauer ist weiterhin ein großer Teil unseres Lebens, aber ich habe inzwischen das sichere Gefühl für meine Kinder den richtigen Weg gefunden zu haben, damit umzugehen.
    Ein aufrichtiges Dankeschön sagt Familie Cofala

  • #4

    Gabriele und Klaus Strauch (Donnerstag, 20 Dezember 2018 08:27)

    Liebe Frau Hosse-Dolega,

    danke, dass Sie sich in diesen schweren Stunden nach dem Tod unserer Mama so viel Zeit für uns genommen haben. Sie haben zugehört, haben uns ermuntert über die Ereignisse zu sprechen, über unsere Mama zu berichten und sie damit in unserer Mitte wieder ein Stück lebendig werden zu lassen in all ihren Facetten, mit allen ihren liebenswerten und guten Seiten. Wir konnten alle Gefühle zulassen in Ihrem Beisein, Sie gaben uns das Gefühl, dass es bei Ihnen gut aufgehoben ist. Der geschäftliche Aspekt einer Beerdigung war für Sie Nebensache, das haben wir gespürt und es hat unendlich gutgetan!
    Ihre Trauerrede hat alle Trauergäste beeindruckt, es war, als spräche ein Familienmitglied über unsere Mama, nichts wirkte gestelzt oder aufgesetzt. Jeder konnte in dieser Rede unsere Mama mit all ihren guten Seiten wiedererkennen und alle fühlten sich in ihrer Trauer angenommen und getröstet, ja, und manchmal musste man sogar schmunzeln, wenn Sie besondere Episoden in Ihrer Rede erwähnten.
    Die Gestaltung der Trauerfeier in der Trauerhalle des Bestattungshauses Friedrich in Oer-Erkenschwick war sehr gefühlvoll und schön, Sie hatten wirklich verstanden, was uns wichtig war, worum es uns ging, in so einer Situation ein großes Geschenk.
    Dafür und dass Sie uns auch für die organisatorischen Angelegenheiten immer Ihre Zeit geschenkt, uns aufgefangen, uns beruhigt und für uns die Dinge in die Hand genommen haben, sind wir unendlich dankbar!
    Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Schutzengel weiterhin gut auf Sie aufpasst und Sie noch lange die Kraft haben, Menschen in ihrer Trauer so zu helfen, wie Sie es bei uns getan haben.
    Herzliche Grüße
    Gabriele und Klaus Strauch

  • #3

    Iris & claus (Donnerstag, 20 Dezember 2018 08:23)

    Liebe Frau Hosse-Dolega,
    ich möchte mich nochmal recht herzlich bei Ihnen bedanken.
    Wir haben sie als Trauerrednerin gebucht und ich muss sagen , der 1. Eindruck war schon 100% positiv. Mit Ihrer Begleitung und Unterstützung , sowie Ihrer wundervollen Trauerrede haben sie unsere Erwartungen noch übertroffen.
    Alle Anwesenden waren bewegt , aber auch getröstet durch Ihre Worte.
    Wir sind begeistert von Ihrer Art, Ihrem Mitgefühl , Ihrer Hilfsbereitschaft.
    Auch wie sie uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben und Trost gespendet haben.
    Sie haben die Trauerfeier sehr schön gestaltet und wir sind mit einem guten Gefühl danach gegangen.
    Nochmal unseren herzlichen Dank und wir werden sie auf jeden Fall weiterempfehlen.
    Herzliche Grüße
    Iris + Claus

  • #2

    Stefanie Urban (Donnerstag, 20 Dezember 2018 08:18)

    Liebe Frau Hosse-Dolega,
    ich möchte diesen Weg nutzen, um noch einmal Danke zu sagen. Sie haben uns stärkend und verständnissvoll zur Seite gestanden. Wir haben Ihre Trauerrede gebucht, aber zusätzlich eine Begleiterin und
    Gestalterin in der schweren Zeit erhalten. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die Zeit, das offene Ohr und die einfühlsamen Worte. Ihre Trauerrede hat uns als Familie und auch alle
    anwesenden Trauergäste sehr bewegt, wichtige Orte und Zeiten haben Sie durch Hintergrundinfos noch intensiver nachfühlbar gemacht.

  • #1

    Martina Hosse-Dolega (Sonntag, 28 Dezember 2014 16:32)

    Herzlich willkommen!
    Als Trauerbegleiterin liegt mir Ihr Empfinden am Herzen. Die direkte Rückmeldung der Menschen, die ich in dieser Lebensphase begleite ist mir daher sehr wichtig.
    Ich freue mich immer über jegliche Resonanz.
    So können sich auch Besucher meiner Website ein Bild davon machen, wie andere Personen meine Trauerbegleitung empfinden und beurteilen.
    Ihre Nachricht/ Referenz wird erst nach einiger Zeit sichtbar sein.
    Jeder Gästebucheintrag wird erst per E-Mail an mich gesendet (um Spam in diesem Gästebuch zu vermeiden).

    Herzlichst
    Martina Hosse-Dolega

Forum Bochum berichtet über die Trauerarbeit mit Kindern - im Palliativnetz Bochum e.V.

 

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Mapapu

wenn die Kinderseele wackelt


und das schreiben Jen und Hendrik -die Mapapu Geburtshelfer-

auf ihrer Website www.mapapu.de


Bei Hinterbliebenenkindern ist ein mapapu, genäht aus Lieblings-T-Shirts des geliebten Verstorbenen, eine wirksame Trauerhilfe. Wenn Kinder einen nahestehenden Menschen verlieren, trauern sie auf sehr verschiedene Art – und vor allem anders als Er­wach­se­ne. Bei Kindern hat Trauer viele Gesichter und diese sind für uns Erwachsene oft gar nicht sichtbar oder nach­voll­zieh­bar. Trauern ist immer ein individuelles Streben der Seele, diesen unfaßbaren Verlust zu verarbeiten, um sich wieder stabilisieren zu können.
Ein mapapu aus der Kleidung des oder der Verstorbenen, gibt die Möglichkeit, etwas, das nicht zu begreifen ist, nicht mehr greifbar ist, ein bißchen greifbarer zu machen. Das Kind hat die Möglichkeit, im Spiel das individuelle Erleben der Situation nachzustellen. Der mapapu stellt einen Hafen dar, um Kraft und Mut zu schöpfen. Er ist ein Freund, der zuhört und beweint werden kann und darf! Obendrein ist ein mapapu ein sehr persönliches Erinnerungsstück an einen geliebten Menschen.

Wir verstehen den mapapu als eine Möglichkeit, Kinder auf ihrem Weg der Verarbeitung zu begleiten und indi­vi­du­elle Formen der kindlichen Trauer zu unterstützen.



Diesen Worten kann ich mich aus vollstem Herzen anschließen.

Greta's strahlende Augen, als ich ihren Mapapu - ihren Bochumer Jungen - überreichen durfte haben mich zutiefst berührt.

Greta's Mapapu hat schon viele Freunde und Verwandte kennengelernt, weite Reisen gemacht, Halloween und Geburtstage gefeiert ...


Greta und ihr Mapapu sind ein wundervolles Team und gehören einfach zusammen!

Martina Hosse-Dołęga (Dolega)



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